Z A H N A E R Z T E K A M M E R . A T
ÖZZ Ausgabe 1/2026
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Die konkrete Adresse steht aller-
dings nicht mit der Behörde in Ver-
bindung.
Kurzes Zahlungsziel soll Stress er-
zeugen
: Die Kriminellen setzen eine
sehr knappe Frist und wollen damit
beim Opfer eine Impulsreaktion
auslösen. Der offene Betrag solle
innerhalb von drei Tagen überwie-
sen werden. Kein Amt arbeitet mit
derartigen engen Zeitfenstern.
Ziel-Konto
: Die Überweisung soll
auf ein Konto im Ausland erfolgen.
Die IBAN beginnen oftmals mit den
Buchstaben „IE“ – also für Irland.
Generell gilt
:
Sollten Sie bei einer
(vermeintlichen) E-Mail vom BMF un-
sicher sein, steigen Sie direkt in Ihr
FinanzOnline-Konto ein! Alle offenen
Zahlungen scheinen dort auf. Finden
Sie die im E-Mail erhobene Forderung
nicht, ist das ein weiterer Beweis für
die betrügerische Absicht hinter den
Nachrichten.
LBG Österreich GmbH
Wirtschaftsprüfung &
Steuerberatung
NEUE E-MAIL-
PHISHING-WELLE
Einmal mehr geben sich Kriminelle als
das Bundesministerium für Finanzen
aus. Aktuell nehmen sie sowohl Privat-
personen als auch Unternehmen ins
Visier. In beiden Fällen sollen angeblich
offene Zahlungenmit einerÜberweisung
beglichen werden – auf ein Konto im
Ausland. Tätigen Sie keinesfalls Über-
weisungen und löschen Sie die E-Mail!
Das sprachliche Niveau der betrügeri-
schenNachricht ist durchaus hoch. Den-
noch erhält die Phishing-Mail Anhalts-
punkte, um die kriminellen Absichten
erkennen zu können. Die wichtigsten
Punkte:
Absenderadresse
: Zwar verwenden
die Kriminellen als Absendernamen
„Bundesministerium für Finanzen“.
S T E U E R
Angeblich ausstehende Zahlungen an das Finanzamt.
Tätigen Sie keinesfalls Überweisungen!




