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L A N D E S I N F O S

Z A H N A E R Z T E K A M M E R . A T

ÖZZ Ausgabe 1/2026

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20 JAHRE LZÄK FÜR

NIEDERÖSTERREICH

Einblicke in die Gründung der LZÄK NÖ

ÖZZ: Herr Präsident, heuer feiern wir 20 Jahre Landeszahnärzte-

kammer – wie hat alles begonnen?

OMR DDr. Hannes Gruber

: Im Herbst 2005 stand fest, dass

Niederösterreich ab 1. Jänner 2006 eine eigene Landeszahnärz-

tekammer erhält. Das war für die standespolitische Vertretung

ein ungemein wichtiger Schritt, da wir ab jetzt unabhängig von

der Ärztekammer unsere Ziele angehen konnten. Ich war damals

Kurienobmann der Zahnärzt:innen, untergebracht waren wir im

fünften Stock der Ärztekammer in einem kleinen Büro. Gemein-

sam mit OMR Dr. Bors und meinen beiden Sekretärinnen habe

ich über die Weihnachtsfeiertage alle Unterlagen gepackt und

wir sind ins Hypo-Haus in der Kremsergasse 20 in St. Pölten als

Mieter übersiedelt. Dort starteten wir mit drei Büroräumen –

eine kleine, aber hochmotivierteMannschaft. Die erstenWochen

waren organisatorisch herausfordernd, aber geprägt von echter

Aufbruchsstimmung.

ÖZZ: Und damit waren Sie automatisch Präsident?

Gruber

: Nein. Nach einer Übergangsphase fanden imMärz 2006

erstmals dieWahlen zur eigenen Landeszahnärztekammer statt.

Die Kolleginnen und Kollegen habenmir das Vertrauen geschenkt

und seither darf ich die Interessen der niederösterreichischen

Zahnärztinnen und Zahnärzte vertreten. Es war von Beginn an

mein Ziel, die Kammer als starke, unabhängige und serviceorien-

tierte Institution aufzubauen.

ÖZZ: Was waren die ersten großen Schritte in der neuen Landes-

zahnärztekammer?

Gruber

: Schon im März 2006 erschien die erste Ausgabe unse-

res Mitteilungsblatts „NÖZZ“ – heute ein etabliertes Medium,

das mit der aktuellen Ausgabe übrigens ein Jubiläum feiert: die

100. Ausgabe! Schritt für Schritt habenwir die organisatorischen

Strukturen professionalisiert und die Serviceleistungen für unsere

Mitglieder ausgebaut.

ÖZZ: Heute besitzt die LZÄKNÖdas Hypo-Haus.Wie kames dazu?

Gruber

: Nach einigen Jahren als Mieter führten wir intensive

Gespräche mit dem Vorstand der Hypo Niederösterreich. 2011

konnten wir das gesamte Gebäude erwerben – zum Preis von 2,9

Millionen Euro, also etwa jener Summe, die wir bei der Trennung

von der Ärztekammer erhalten haben. Heute hat sich der Wert

des Hauses nicht nur vervielfacht, die Investition hat sich dank

derMieteinnahmen imLaufe der Jahre praktisch selbst finanziert.

Schließlich wurde es zu unserer echten Heimat.

ÖZZ: Und es wird als „Zahnärztehaus“ vielfach genutzt, oder?

Gruber

: Stimmt. Unser Büro befindet sich im vierten Stock, das

Sitzungszimmer im fünften. Im zweiten Stock sind seit vielen

Jahren die ZAss- und PAss-Schulen untergebracht – mit eigenen

praktischen Kursräumen. Damit sindwir heute völlig unabhängig

Seit zwei Jahrzehnten steht die Landeszahnärztekammer für Niederöster-

reich (LZÄK NÖ) im Dienst der niederösterreichischen Zahnärzteschaft.

Anlässlich dieses Jubiläums blickt Präsident OMR DDr. Hannes Gruber

auf Anfänge, Meilensteine und Zukunftsperspektiven zurück – und erklärt,

warum er erneut kandidiert.