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L A N D E S I N F O S

Z A H N A E R Z T E K A M M E R . A T

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ÖZZ Ausgabe 1/2026

Neues Jahr – neue Fitness. Unter diesem Motto haben Referent:innen

mit einem Trainer ein einfaches Krafttrainingsprogramm speziell für

Zahnärzt:innen ausgearbeitet. Im Gespräch erzählt Noémi-Katalin

Marković, Mitglied des Landesausschusses der Landeszahnärzte-

kammer für Wien, mehr über die Hintergründe dieser Initiative.

SCHMERZFREIES

ARBEITEN

Fit mit LZÄK

ÖZZ:Warumengagiert sichdieLandeszahnärztekammerfürdieses

Thema?

Noémi-Katalin Marković

: Der Beruf der Zahnärzt:innen ist kör-

perlich sehr anspruchsvoll. Wir arbeiten den ganzen Tag in einer

unphysiologischen Position, mit verdrehter Wirbelsäule und un-

natürlicher Armhaltung. Kein Wunder, dass viele Kolleg:innen

über Schmerzen imRücken und Schulterbereich zu klagen haben.

Wennwir unseren Beruf bis zur Pension ausübenwollen und dabei

nicht tagtäglich mit Schmerzen konfrontiert sein möchten, dann

müssenwir verstärktes Augenmerk auf unsere Gesundheit legen.

Vor diesemHintergrundmöchtenwir den Kolleg:innen unter dem

Motto „Fit mit LZÄK“ in Kooperationmit einemSportexperten ein

paar einfache Übungen zeigen, umden Rücken und die Schultern

zu entlasten.

ÖZZ: Warum sollten Zahnärzt:innen regelmäßige Turneinheiten

absolvieren?

Marković

: Mit Ausdauertraining wie Laufen oder Radfahren al-

leine lassen sich die körperlichen Herausforderungen des zahn-

ärztlichen Berufes langfristig nicht meistern. Vielmehr brauchen

wir eine starke Muskulatur, die man nur mit einem regelmäßigen

Krafttraining aufbauen kann.

ÖZZ: Haben Sie persönlich bereits Erfahrungenmit regelmäßigen

Turn- oder Kraftübungseinheiten gemacht?

Marković

: Ja, ich absolvierte seit mehr als fünf Jahren regelmä-

ßiges Krafttraining und kann ganz ehrlich sagen: Fallen diese Fix-

termine etwa aus gesundheitlichen Gründen aus, macht sich das

sofort imRücken bemerkbar. Der oder besser gesagt mein Körper

braucht diese Einheiten, um stark und belastbar zu bleiben. Vor

allem aber bringt das Krafttraining auch psychische Vorteile – ich

liebe es Medizinbälle durch die Luft zu schleudern, um am Ende

des Trainings festzustellen, dass der ganze „Ordifrust“ wie durch

Zauberhand verschwunden ist (lacht).

ÖZZ: Wie kam es zur Kooperation mit Yue-Zong Tsai?

Marković

: Herr Tsai ist der Geschäftsführer der SporthalleWien.

Dort bietet er gemeinsam mit seinen Kolleg:innen individuelle

Trainings für Einzelpersonen oder größere Gruppen an. Vielemei-

ner Kolleg:innen sind bereits Kund:innen der Sporthalle. HerrTsai

unterrichtet auch an der SFU die Studierenden der Zahnmedizin

im Rahmen des Curriculums – sowohl theoretisch als auch prak-

tisch im Bereich der Haltungsprävention. Er hat mir erzählt, dass

die ersten Beschwerden bei Student:innen bereits bei den Übun-

gen am Phantomkopf auftreten. Diese Tatsache hat mich sehr

nachdenklich gestimmt – von den ersten Übungen im Studium

bis zur Pensionierung ist es immerhin doch noch ein sehr langer

Weg. Anders ausgedrückt gilt also: Je früherman das Bewusstsein

für regelmäßiges Krafttraining etabliert, desto länger vermagman

körperliche Beschwerden hinauszuschieben. Unser Job kann nur

Spaß machen, wenn wir ihn schmerzfrei ausüben können!